BDS Bayern sucht Betriebe für bayerisch-spanisches Azubi-Projekt

spanien2Viele Unternehmenschefs in Bayern sind derzeit am Verzweifeln. Sie finden keine Auszubildenden. Der BDS Bayern wird deshalb aktiv und organisiert ein Projekt, mit dem 30 Azubis aus dem EU-Ausland 2015 nach Bayern kommen werden.
Das Ausbildungsjahr hat gerade begonnen und viele Betriebe hoffen immer noch auf Bewerber für ihre unbesetzten Ausbildungsplätze. Die Realität ist: Sie werden keine bekommen. „Viele Betriebe scheuen den Weg, im Ausland nach geeigneten Fachkräften zu suchen. „Probleme mit der Sprache, der verbundene bürokratische Aufwand bei Anträgen und Formularen schrecken viele Betriebe, gerade kleinere ab“, weiß Ingolf F. Brauner, der Präsident des Bundes der Selbständigen (BDS) – Gewerbeverband Bayern e.V.

BDS: Seit zwei Jahren Anwerbung von Fachkräften
Seit zwei Jahren unterstützt der BDS Bayern Mitgliedsbetriebe beim Anwerben ausländischer Fachkräfte, vornehmlich von den Kanarischen Inseln. Die Erfahrungen aus einem Pilotprojekt in Rennertshofen bei Ingolstadt sind trotz Heimweh, ungewohnter Umgebung und Sprachbarrieren sehr gut. Von 15 jungen Menschen hat nur einer sein Vorpraktikum abgebrochen, einer will studieren.

Alle anderen sind inzwischen in eine duale Ausbildung gestartet. Die Auszubildenden und ebenso die Ausbilder bekommen in dem BDS Projekt eine individuelle Betreuung vom Tag der Bewerbung bis zum Abschluss der Ausbildung.

Für das kommende Ausbildungsjahr 2015 wird sich der BDS Bayern nun wieder für ein Projekt mit 30 Personen einsetzen und sucht dafür ernsthaft interessierte Betriebe: „Wir haben einen sauberen Anwerbeprozess, mit BavariaXperts, einem seit Jahren erfahrenen Partner und ein starkes Netzwerk ehrenamtlich engagierter Unternehmer“, sagt Brauner. „Auch vor Ort bekommen wir umfassende Unterstützung durch das Deutsche Konsulat, das kanarische Wirtschaftsministerium und die Ehrenamtlichen einer internationalen Kirche.“

Wirtschaftsabkommen mit den Kanarischen Inseln
Nicht nur aufgrund der Antragsfrist möchte der BDS Bayern bereits jetzt möglichst viele Unternehmer fix im Boot haben. „Wir müssen den Auswahlprozess auf den Kanarischen Inseln frühzeitig beginnen“, erklärt der Unternehmer aus Landsberg, der am 18. September für den BDS Bayern einen Kooperationsvertrag mit den beiden wichtigsten Wirtschaftsverbänden der Kanarischen Inseln unterzeichnet hat.

Die Grundidee hinter den Projekten ist einfach: Beiderseitige Arbeitsmarktprobleme sollen durch diese Partnerschaft europäischer Regionen gelöst werden. „Wir sind aber keine Headhunter, die nur die Jugendlichen abwerben wollen. Im Gegenteil: Wir schaffen durch diese Partnerschaft lebendige Verbindungen zwischen bayerischen und kanarischen Unternehmen und wollen als Gegenleistung auf den Kanarischen Inseln den Aufbau eines eigenen dualen Ausbildungssystems unterstützen. Wir geben den Jugendlichen dann auch in ihrer Heimat wieder bessere Perspektiven und schaffen ein nachhaltiges wirtschaftliches Netzwerk zwischen Bayern und den Kanaren“, so Brauner abschließend.

Unternehmen sollten sich schnell melden
Unternehmen, die Interesse am Projekt des BDS Bayern haben, sollten sich aufgrund der begrenzten Zahl von 30 Auszubildenden möglichst bis zum 31. Oktober schriftlich beim Bund der Selbständigen (BDS) – Gewerbeverband Bayern e.V. melden:

Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e.V.
Schwanthalerstraße 110
80339 München

Telefax: 089 – 5026493
info@bds-bayern.de